Pull-Prinzip
Unter dem Pull-Prinzip (Zieh-Prinzip) versteht man die Art und Weise, wie eine Produktion gesteuert wird. Man unterscheidet in der Regel zwischen einer Push (drücken) oder einer Pull (Ziehen) gesteuerte Produktion. In der Regel wird man beide Arten in jeder Firma finden, da eine Art alleine über alle Prozesse hinweg schwer umsetzbar ist. Die sinnvollere Art ist die Pull-Steuerung, da hier bereits im Vorfeld ein Teil der möglichen Verschwendung ausgeschlossen wird. Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Ein Prozess bzw. Materialfluss muss bestimmte Rahmenbedingungen erfüllen, bevor eine Pull-Steuerung Sinn macht.
Bei einer Pull-Steuerung wird der Bedarf direkt vom internen oder externen Kunden ausgelöst, und von Ihm aus geht der Informationsfluss rückwärts bis zum ersten Arbeitsschritt. Jeder Teilprozess bekommt vom Folgeprozess den Auftrag zu produzieren. Der Folgeprozess fordert die notwendigen Teile mittels 5R-Methode an. Bei einer Push-Steuerung ist es genau anders herum.
Arbeiten nach der 5R-Methode bedeutet:
das richtige Teil
in der richtigen Qualität
zum richtigen Zeitpunkt
in der richtigen Menge
am richtigen Ort haben (aktuell betrachteter Prozess)
Ein Bild wird eingefügt, sobald die Rechte geklärt sind.